Festungstouren MV
Mecklenburg-Vorpommerns unbekannte Schätze interaktiv entdecken


Festungen in Mecklenburg-Vorpommern

"Festung" ist keine Bezeichnung für alle möglichen Befestigungen. Festungen wurden ungefähr seit dem 16. Jahrhundert  gebaut und genutzt. Entscheidend ist die Nutzung von Feuerwaffen in den Festungen, also Kanonen und Musketen. Dadurch gehören mittelalterliche Burgen und moderne Bunker nicht mehr dazu.
In Mecklenburg-Vorpommern sind immer noch nicht alle Festungen restlos erforscht. Auch in diesem Jahr konnten durch moderne Forschungsmethoden bisher unbekannte Objekte entdeckt werden. Vor allem kleine Schanzen, die zur Beobachtung des Feindes oder als Stützpunkte gedacht waren, sind nur schwer aufzuspüren. Aber: Sie sind noch da.
Neben diesen Mini-Festungen gibt es aber auch noch die großen Anlagen. Unsere größten Städte wie Rostock, Stralsund oder Wismar besaßen einen Festungsgürtel, den man auch heute noch aus der Luft erkennen kann. Typisch für fast alle Festungen ist der sternenförmige Grundriss, den man vor allem aus der Luft in beeindruckender Präzision beobachten kann.

 Jedes Mauerstück wurde durch andere Mauern flankiert und damit konnte jeder Punkt vor einer Festung beschossen werden. Damit sind sie ein Meisterwerk militärischer Ingenieurskunst.

Manieren und Größen

Es gleicht keine Festung der nächsten. In Italien baute man monumental mit Stein, in den Niederlanden nur mit Erde und Wassergräben. All diese unterschiedlichen Stile vereinigen sich in Mecklenburg Vorpommern. Dömitz gehört der italienischen Manier an, Poel der niederländischen. Stralsund liegt irgendwo dazwischen und auf dem Dänholm und Rügen finden wir preußische Baustile. Damit ist Mecklenburg Vorpommern ein einzigartiges Museum europäischer Festungsarchitektur. Die Ausstellungsstücke sind schon da. Mit Festungstouren MV bekommen sie dafür nun auch die entsprechenden Führungen.